Chirurgische Expertise

Aktueller Benchmarkbericht des Darmkrebszentrums St. Josef-Hospital Bochum im Deutschland-Vergleich

Das Darmkrebszentrum am Standort St. Josef-Hospital ist das ERSTE im Jahr 2006 in Deutschland von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Zentrum für Dick- und Enddarmkrebs.

Am 01. März 2016 feierten wir mit einem Arzt-Patienten-Seminar (WAZ Medizinforum Spezial:   " Schlüssellochchirurgie auch beim Darmkrebs") unser 10-jähriges Bestehen des interdisziplinären Darmzentrums Ruhr, ein Zusammenschluss der Kliniken der Ruhr-Universität Bochum. Zusätzlich fand in diesem Jubiläumsjahr unser 4. wissenschaftliche Symposium Viszeralonkologie 2016 für Ärzte zum Update der aktuellen Diagnostik und therapeutischen Möglichkeiten des Enddarmkarzinoms statt („4. Symposium Viszeralonkologie 2016 – Interdisziplinäre Therapie des Rektumkarzinoms – ein Update“).

Patienten werden in unserem Darmkrebszentrum nach bestem Wissen, Sorgfalt und neuesten Methoden behandelt und operiert, wobei wir durch die strengen und erfolgreichen jährlichen Re-Zertifizierungen nach einer steten Verbesserung der Behandlungs- und insbesondere Ergebnisqualität streben. Dies zeigt sich auch im aktuellen Vergleich der 261 deutschen Darmkrebszentren untereinander, in dem das Darmkrebszentrum am St. Josef-Hospital Bochum bezüglich dieser beiden Kategorien, Behandlungsprozess und Behandlungs/-Ergebnisqualität, sich zu den besten Zentren in Deutschland zählen darf. In den nachfolgenden Darstellungen ist das Darmkrebszentrum St. Josef-Hospital Bochum jeweils mit dem roten Strich dargestellt.

 

Behandlungsprozeß:

 

Behandlungsqualität:

 

Die durch Onkozert kontrollierte Gesamtdarstellung der Behandlungsqualitäten des Darmkrebszentrums St. Josef-Hospital Bochum  im Vergleich der deutschen Darmkrebszentren sind hier abzurufen >> Jahresbericht Darm 2016 (Auditjahr 2015 / Kennzahlenjahr 2014)

 

Der Patient mit seiner Erkrankung und seine Angehörigen stehen in unserer Chirurgischen Klinik im Mittelpunkt. Wir wollen, dass Sie und Ihre Angehörigen sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir mit unserer Arbeit beste Qualität, Service und Humanität anbieten.

Als Universitätsklinikum bietet die Chirurgische Klinik die Maximalleistungen in den Schwerpunkten Allgemein- und Viszeralchirurgie an. Das garantiert eine Versorgung auf aktuellem, klinisch-wissenschaftlich und technisch-apparativ höchstem Niveau. Schwerpunktmäßig werden, besonders durch die gute Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik I und der Abt. für Strahlentherapie, Patienten mit allen gut- und bösartigen Tumoren des Verdauungstraktes (Speiseröhre, Magen , Dünn-, Dick- und Enddarm, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse) und endokrinen Organen (Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebenniere) behandelt. Die Therapie erfolgt nach bewährten Standards und nationalen wie internationalen Leitlinien, wird jeweils aber auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Dieses Vorgehen, exzellente Leistungen interdisziplinär zu bündeln und für die Patienten individuell umzusetzen, hat u.a. dazu geführt, dass das Klinikum der Ruhr-Universität Bochum deutschlandweit als 1. Darmzentrum zertifiziert wurde. Im Bereich des Darmzentrum Ruhr besteht eine exzellente Kooperation mit einer professionellen Stomatherapeutin und der Patienten-Selbsthilfegruppe ILCO. Standortübergreifend wird bei bösartigen Tumoren im Verdauungsbereich ein interdisziplinäres Tumorboard vorgehalten, um dem Patienten eine bestmögliche, individuelle Vor und/oder Nachbehandlung zu empfehlen.

Auf dem Gebiet der gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse genießt das lte interdisziplinäre Pankreaszentrum, regionales und überregionales Ansehen. Dies bestätigen die zahlreichen aus dem Ausland kommenden Patienten. Deutschlandweit rangiert das Pankreaszentrum mit umfassender aber gezielter Diagnostik, Operation durch ausgewiesene Experten, eine interdisziplinäre prä- und postoperative Betreuung, was Ernährung, Zuckereinstellung, ggf. erforderlicher Chemotherapie und Vermittlung einer Anschlussheilbehandlung und Kontakt zu Selbsthilfegruppen (Arbeitskreis der Pankreatektomierten, dem AdP) anbelangt, zu den größten Zentren.

Bei Patienten und Angehörigen gleichermaßen als angenehm empfunden wird die Klinikstruktur mit nahezu „familiärem Charakter“. Sie gewährleistet, dass angefangen von dem Zentralen Patientenmanagement, das sämtliche Termine organisiert, der Aufnahmestation, der Operation und selbst auf der chirurgisch mitgeführten Intensiv- und den folgenden Normalstationen, stets ein kompetenter Chirurg Ansprechpartner für den Patienten und seinen Angehörigen ist. Auf diese Weise ist es möglich, trotz großer Patientenzahlen und vielfältiger Aufgaben einer auch in Forschung und Lehre aktiven chirurgischen Universitätsklinik, die persönliche, der typischen Massenmedizin eines Universitätsklinikums entgegenstehende Behandlung zukommen zu lassen.

 

Die Kombination aus technisch-operativer Expertise, organisatorischem Know-How und menschlicher Wärme wird aber nicht nur bei den sogenannten „großen“ meist offen durchgeführten Eingriffen eingesetzt: im zweiten grossen klinischen Schwerpunkt, bei der schonenden, kaum Narben hinterlassenden laparoskopischen Chirurgie oder Schlüssellochchirurgie von Erkrankungen der Brusthöhle, Gallenblase (Gallensteine, Gallenblasenentzündungen), Milz (Milzvergösserung), Magen (Refluxerkrankung, Zwerchfellbrüchen) , Dünn-, Dick-/Enddarm (Sigmadivertikulitis, kleinen Dick-/Enddarmtumoren), und Blinddarm (Blinddarmentzündung=Appendizitis) kommt sie besonders zum Tragen. Die hier erfolgte jahrelange klinische und wissenschaftliche Beschäftigung mit der sich beispielsweise zunehmend etablierenden spannungsfreien minimal-invasiven Versorgung von Bauchdeckenbrüchen (Leisten-/Schenkelhernien, Narbenhernien) mit bewährten Kunststoffnetzen, zahlt sich heute für die Patienten durch einen großen Erfahrungsschatz auf diesem Gebiet aus.

Besonders schonendes (gewebe- und funktionserhaltendes) Operieren, aber wo nötig auch radikale Tumor- und Lymphgewebeentfernung, zeichnet seit vielen Jahren das regionale und überregionale Schilddrüsenzentrum der Klinik aus. Durch Überprüfung der Stimmbandnervenfunktion während der Operation (Rekurrensmonitoring) gelingt es heute zusätzlich, grosse Knotenstrumen, Basedow-Erkrankungen und Tumoren sowie Nebenschilddrüsenoperationen sicherer als bisher für den betroffenen Patienten durchzuführen.

Mit Kompetenz, einfühlsam und mit der entsprechenden Diskretion werden in der proktologischen Spezialsprechstunde die Erkrankungen des Enddarmbereichs (Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren, Analprolaps, Inkontinenz sowie Beckenboden- und Stuhlentleerungsproblemen) behandelt. Es steht hier ein interdisziplinäres Team mit allen modernen diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung (endoskopische Geräte, Endosonographie, Manometrie, MRT-Defäkographie, Nervenstimulation). Dank eines Spezialintrumentariums lassen sich auch kleine Enddarmtumoren kontinenzerhaltend operieren (TEM-Gerät). Damit lassen sich in vielen Fällen große Bauchoperationen und die Anlage eines künstlichen Darmsausgangs vermeiden.

Zusätzlich gewährleistet das St. Josef Hospital rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr eine Notfallversorgung. Von hier aus starten die Notarztwagen für das nördliche Bochum und bringen Sie in die moderne Notfallambulanz für Erwachsene. Dort wird ständig das gesamte Versorgungsspektrum, von der kleinen Wundversorgung bis zu komplexen Verletzungen von Knochen, inneren Organen und Gefäßen durch die Zusammenarbeit mit den Abteilungen Unfall- und Gefäßchirurgie sowie Radiologie vorgehalten.

 
Eine Behandlung die darauf abzielt, maximalen Therapieerfolg mit minimaler Belastung für den einzelnen Patienten zu erreichen, kann nur Erfolg haben, wenn das Umfeld stimmt. Spezialisten müssen zusammenarbeiten, Untersuchungsmöglichkeiten und Spezialgeräte müssen vorhanden sein.

Im einzelnen bietet die Chirurgische Klinik folgende Schwerpunkte und Dienstleistungen an:

MIC: Eine grosse Säule unserer chirurgischen Leistungen beziehen sich auf die minimal-invasive Chirurgie, sogenannte Schlüsselloch-Operationen bei folgenden Erkrankungen : Gallenblasensteine, Leisten- und Bauchwand/Zwerchfellbrüchen (-hernien), Verwachsungen nach vorausgegangenen Baucheingriffen, Refluxerkrankung der Speiseröhre, Problemen bei Leberzysten, Wurmfortsatzentzündung (akut und chronisch), Dünn-, Dickdarm- und Enddarmerkrankungen. Im letzten Quartal 2008 werden wir nach entsprechender intensiver Vorbereitung bei Frauen die Gallenblasen-Entfernung ohne Narben durchführen, und zwar mit dem Zugangsweg über die Scheide (vaginale Cholezystektomie).
Laparoskopietürme in HDTV-Technik: Für unsere minimal-invasiven Eingriffe stehen uns seit Beginn des Jahres 2008 zwei neue hochmoderne Laparoskopie-Einheiten in HDTV-Techik zur Verfügung. Damit lassen sich alle minimal-invasiven Operationen in modernster Videotechnik durchführen, auch die Aufzeichnung von einzelnen Operationen wird ermöglicht.
Darmzentrum Ruhr: Das interdisziplinäre Darmzentrum Ruhr war das erste in Deutschland von der Deutschen Krebshilfe und Onkozert zertifizierte Darmzentrum und unterliegt strengen Rezertifizierungsprozessen.
Pankreaszentrum am St. Josef-Hospital Bochum: Das interdisziplinäre Pankreaszenrum hat bereits über 3000 Patienten mit Pankreaserkrankungen betreut und davon über 1000 Operationen in den letzten 4 Jahren durchgeführt. Es hat nationalen und internationalen Ruf erworben.
Interdisziplinäres Tumorboard: In diesem Gremium von Tumorspezialisten (Gastroenterologen, Chirurgen, Internisten, Radiologen und Strahlentherapeuten) wird die für den einzelnen Tumorpatienten optimale Behandlung festgelegt.
Stoma- und Inkontinenzsprechstunde mit Stomatherapeutin: In dieser gemeinsam mit einer spezialisierten Stomatherapeutin durchgeführten Sprechstunde werden Probleme um den künstlichen Darmausgang behandelt. Ausserdem werden bei Erkrankungen des Enddarms und des Schliessmuskels (Prolaps, Inkontinenz, Stuhlentleerungsprobleme, u.v.m.) die weiteren diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten besprochen.
Ernährungsberaterin: Spezialisierte Ernährungs- und Diabetesberaterinnen sowie Diabetesassistentinnen beraten die Patienten nach großen Bauchoperationen, was sie vertragen und hilft z.B. bei der Zuckereinstellung
Recurrensmonitoring: Mit einem speziellem Instrumentarium läßt sich der Stimmbandnerv während einer Schilddrüsenoperationen aufsuchen und das Risiko einer Nervenverletzung wird so minimiert.
Leberfunktionsprüfung: Eine Methode, die erlaubt abzuschätzen, wie „fit“ die Leber ist. Dieses Gerät hilft bei der Entscheidung, wieviel Lebergewebe z.B. bei einer Tumoroperation für den Patienten gefahrarm entfernt werden kann.
Intraoperative Sonographie: Damit können z.B. die Leber, die Bauchspeicheldrüse oder andere Organe während der Operation ohne Störeinflüsse von Umgebungs-strukturen mit Ultraschall auf Tumore und deren lokalen Ausbreitung direkt untersucht werden.
RFA (Radio-Frequenz-Ablation): Eine Methode, bei der mittels Hitze bösartige Tumore gezielt z.B. Absiedlungen in der Leber (Lebermetastasen) zerstört werden können. Damit lassen sich auch Tumore erreichen, die man nicht wegoperieren kann.
CUSA (Cavitron Ultrasonic Surgical Aspirator): Ein Gerät, das durch einen speziellen Ultraschall, eine besonders schonende und blutungsarme Gewebedurchtrennung z.B. in der Leberchirurgie erlaubt.