Das chirurgische Vorgehen richtet sich nach der Lokalisation und Ausdehnung des Tumors. Gutartige Tumore, welche häufig in das Lumen der Speiseröhre hineinwachsen, werden, sofern sie nicht endoskopisch entfernt werden können, lokal abgetragen. Danach wird die Speiseröhre übernäht.
Bösartige Tumore werden radikal entfernt, das heißt, die gesamte befallene Speiseröhre wird mit einem genügenden Sicherheitsabstand entfernt. Häufig beginnt die Operation mit der Eröffnung der Bauchhöhle (Laparotomie) über einen oberen Querschnitt. Nach Ausschluss einer Aussaat in die Leber (Metastasierung) oder in die Bauchorgane erfolgt die Darstellung des Magens und des unteren Speiseröhrenanteils durch das Zwerchfell hindurch. Oft gelingt es bei sehr weit unten in der Speiseröhre gelegenen Tumore, sie über den Bauchschnitt zu entfernen. Gelegentlich erfolgt zudem ein Halsschnitt (kollarer Zugang) und die gesamte Speiseröhre kann mobilisiert und entfernt werden. Bei Tumoren im mittleren Bereich der Speiseröhre muss zur sicheren Mobilisation und radikalen Entfernung des Tumors der Brustraum zusätzlich eröffnet werden.
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